St. Pauli Roar http://stpauliroar.blogsport.de Thu, 08 Mar 2018 17:30:43 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Ein Aufruf zur Solidarität http://stpauliroar.blogsport.de/2018/03/07/ein-aufruf-zur-solidaritaet/ http://stpauliroar.blogsport.de/2018/03/07/ein-aufruf-zur-solidaritaet/#comments Wed, 07 Mar 2018 14:58:19 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2018/03/07/ein-aufruf-zur-solidaritaet/ Gegen Folter und Repressionen vor den Wahlen und der WM in Russland

Im Oktober 2017 wurden im russischen Pensa sechs Anarchist*innen und Antifaschist*innen mit dem Vorwurf der Gründung einer Terrorgruppe festgenommen. (1) Ein Vorwurf ist nach Informationen von Solidaritätsgruppen die Planung angeblicher Anschläge auf die Fußballweltmeisterschaft.

Ein Anfangsverdacht in dieser losen Kette war, dass alle sechs Paintball spielten, was von den Geheimdiensten als Training für den Sturz der Staatsmacht bewertet wurde. Monatelang wurden die Verhafteten anschließend täglich geschlagen, kopfüber aufgehängt oder mit Elektroschockern gefoltert. In ganz Russland begann eine Welle von Razzien, weiteren Verhaftungen und der Einsatz von Folter im polizeilichen Gewahrsam, um Selbstbezichtigungen, Aussagen gegen andere und Geständnisse zu erzwingen.(2)

Der Antifaschist Victor Filinkov wurde im Januar 2018 in Sankt Petersburg auf der Straße entführt. Beamte des FSB folterten ihn einen Tag in einem Wald außerhalb der Stadt. Aufgrund der Folter belastete Filinkov sich selbst und verblieb in Isolationshaft. Sein Anwalt erklärte, dass er solch ernste Verletzungen und Spuren von Folter durch Polizeiverbrechen noch nie gesehen hat.

Ilya Kapustin wurde nach seiner Verhaftung gegen Kaution freigelassen. Weitere Menschen wurden zur gleichen Zeit verhaftet und teilweise gefoltert. Alternative Projekte und Strukturen in vielen Städten Russlands sind von der Repression betroffen und erleben Beschränkungen. Auch eine neue Verhaftungswelle scheint nach Ansicht von Aktivist*innen vor Ort bevorzustehen. Vom Sicherheitsdienst wurden zudem angebliche Beweismittel gefälscht und Waffen als vermeintliche Fundstücke bei Verdächtigen platziert. (3)

Weiterhin tut die Polizei alles, um die Existenz einer mythischen Terrororganisation und die angebliche Planung von Bombenanschlägen auf die Weltmeisterschaft zu belegen Dabei gibt es keine Hinweise oder Beweise dafür, dass eine derartige anarchistische Terror-Gruppe im wirklichen Leben existieren würde. Nur einige Aussagen und Geständnisse, welche durch massive Folterungen erzwungen wurden.

Folterungen und Repressionen sind in Russland und dessen Teilrepubliken dabei leider keine Besonderheit. Schwule in Tschetschenien (4) wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verhaftet und in der Haft misshandelt und getötet. Demonstrationen von LGBT* (5) wurden in St. Petersburg (6) und anderen Städten gewaltsam niedergeschlagen. Auch bürgerliche Oppositionelle und Journalist*innen werden mit dem Leben bedroht und ermordet.

Hintergründe

Das Konstrukt einer Terrorgruppe sowie von Anschlagsplanungen von Anarchist*innen auf die Fußball-Weltmeisterschaft dienen in Wirklichkeit der allgemeinen Repression gegen soziale Bewegungen vor den Wahlen in Russland. Sie sollen die Macht von Putin stärken und ein Klima der Repression erzeugen, das oppositionelle und kritische Stimmen im Land mundtot macht.

Allgemein wird aufgrund eines nationalistisch geprägten Populismus und der Kontrolle vieler Medien durch die Regierung zwar mit einem hohen Sieg von Vladimir Putin gerechnet, aber mehrere bürgerliche Parteien und Oppositionsbewegungen haben aufgrund dieser Situation und aufgrund von Beschränkungen ihrer Rechte vor den Wahlen inzwischen zum Wahlboykott aufgerufen. Als entscheidend wird für das Ansehen und die Legitimation der Regierung daher inzwischen die Wahlbeteiligung angesehen.

Seit einiger Zeit tauchen in sozialen Medien daher aufwendig produzierte Filme unbekannter Herkunft auf, die mit sexistischen, rassistischen und homophoben Argumentationen zur Beteiligung an der Wahl aufrufen, um ein schwaches Russland zu verhindern. (7)

Vor diesem Hintergrund bekommen auch die politische Kritik des Parlamentarismus von Anarchist*innen oder traditionelle Aufrufe zum Wahlboykott aus solchen Spektren eine größere gesellschaftliche Bedeutung und werden verstärkt als Bedrohung wahrgenommen, der nun mit erfundenen Vorwürfen und dem Mittel der Terrorabwehr begegnet wird.

Durch den Hebel einer „terroristischen Vereinigung“, die unter anderem Anschläge auf die Fußball-Weltmeisterschaft geplant habe, wird versucht, Unsicherheit zu erzeugen, die Betroffenen zu isolieren, in der internationalen Zusammenarbeit von Sicherheitskräften auf Kooperationen und Abkommen zu setzen und vor allem Kritik und Proteste an diesen Maßnahmen von vornherein zu verhindern.

Repression ist global, Proteste auch!

Staatliche Repression existiert nicht nur in Russland, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Russische und andere internationale Aktivist*innen wurden in Hamburg während des G20 Gipfels verhaftet, sind noch immer mit teils absurden Vorwürfen in Haft oder sollen abgeschoben werden. Angesichts der rücksichtslosen Eskalationspolitik der Hamburger Polizei, der rechtswidrigen Verbote von Camps, des Putsches der Polizei über die Justiz und der gewaltsamen Zerschlagung von Demonstrationen betrachten wir es als Heuchelei, mit dem Finger auf Russland zu zeigen, ohne auch die Verhältnisse hier bei uns zu kritisieren. (8)

Die Nato-Osterweiterung, offene Angriffskriege oder sogenannte humanitäre Kriegseinsätze stecken Einflusssphären ab oder erschließen neue Märkte. Während Russland in Syrien bombt, liefert Deutschland Panzer an die Türkei und panzerbrechende Waffen an Kurd*innen. So sieht der zynische Einsatz der deutschen Diplomatie für Menschenrechte aus. Für Geflüchtete dieser Konflikte soll es Obergrenzen und Sammellager an den EU-Außengrenzen geben. Protestierende, deren Schutz in anderen Ländern eingefordert wird, sind mit Stadt- und Gebietsverboten, Wasserwerfern, Knüppeln und Verhaftungen konfrontiert.

Die Regeln unterscheiden sich, aber das Spiel ist überall dasselbe. Das Ansehen in der Welt, der Anschein von Legitimität und dass alles in Ordnung ist, wie es ist, soll durch Aushebelung rechtlicher Mindeststandards und systematische Polizeigewalt gewahrt werden.

Zusammenhalt und Solidarität

„Wir sollten ihnen zeigen, dass, je stärker ihre Repressionen sind, umso wütender unser Widerstand sein wird. Jetzt ist es wichtig, die Gefangenen zu unterstützen, die Fortsetzung der Hexenjagd zu verhindern und eine weltweite Öffentlichkeit für dieses Ereignis zu schaffen.“ Aktivist*innen in Russland rufen mit diesen Worten zu einer weltweiten Solidaritätskampagne für die als terroristische Gruppe verfolgten Aktivist*innen auf. Dabei soll möglichst viel Öffentlichkeit über Straßenaktionen, Veranstaltungen, die Medien oder das Internet hergestellt werden. Sie stellen hierzu fest: „Die einzige Waffe, die wir dem Staatsterror entgegensetzen können, ist der Zusammenhalt und die Solidarität miteinander. Ohne diese zwei Möglichkeiten werden wir einzeln, nach und nach, von diesem Monster zermalmt.“ (9)

Wir schließen uns diesem Aufruf an. Wo die angebliche Sicherheit von Großveranstaltungen, wie der Fußball-Weltmeisterschaft, genutzt wird, um Akzeptanz für staatliche Repression herzustellen und kritische Stimmen zu unterdrücken, sehen wir stattdessen eine Verpflichtung zur Herstellung von Solidarität und Öffentlichkeit.

Wir spielen dieses Spiel nicht mit: Für emanzipatorische Verhältnisse, die Waffe der Kritik statt Kriege und für soziale Bewegungen und Proteste weltweit! Freiheit für die verhafteten Antifaschist*innen und Anarchist*innen in Russland. Schluss mit allen Folterungen und Repressionen.

Fanprojekt St. Pauli Roar
http://stpauliroar.blogsport.de
stpauliraor@gmx.de

Quellen:
(1) https://www.neues-deutschland.de/artikel/1077990.festnahmen-in-russland-wegen-terrorverdachts-antifaschisten-berichten-von-folter-durch-geheimdienst.html
(2) https://www.woz.ch/-86d6
(3) https://naroborona.info – Teilweise englischsprachige Informationsseite russischer Anarchist*innen
(4) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-04/tschetschenien-homosexuelle-maenner-festnahmen-verschleppung
(5) LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender
(6) http://de.euronews.com/2017/05/01/festnahmen-bei-lgbt-solidaritaets-demo-in-sankt-petersburg
(7) https://twitter.com/heuteplus/status/967124350737502208
(8) https://unitedwestand.blackblogs.org
(9) https://itsgoingdown.org/call-international-days-solidarity-russian-anarchist-political-prisoners-feb-5th-12th-2018/

Kontakt zu Solidaritätsgruppen in Russland:
media_ns@riseup.net

Spendensammlung über:
Paypal abc-msk@riseup.net (Achtung! Sendungen in diesem Fall mit dem Tag „205″ versehen)

TERMINE

Samstag 10.3.
Diffidati-Marsch nach dem Braunschweig Spiel

Tragt eure Forderungen am 10.03 mit ins Stadion und damit raus auf die Straße!

Samstag 17.03.2018 Demonstration
Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repression
14.00 Uhr Gänsemarkt Hamburg
United we stand

Samstag 17.03.2018
Solidaritätskonzert „G20 abreißen III“ für United we stand
mit
Inner Conflict – Heartcore Punk aus Köln
Postford – Postpunk/Emo aus Bremen
Borderpaki – Strassenköterpunk aus Neumünster
Hamburger Abschaum

20.00 Uhr Fanräume Hamburg

Montag 19.03.2018
Soli-Kundgebung in Berlin

Solidarität mit den russischen Antifaschist*innen und Anarchist*innen! – Keine Folter, kein Knast, Keine Verschleppung!
17:00 Uhr Russische Botschaft

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Indigene Aktivistin Berta Cáceres ermordet http://stpauliroar.blogsport.de/2016/03/06/indigene-aktivistin-berta-caceres-in-honduras-ermordet/ http://stpauliroar.blogsport.de/2016/03/06/indigene-aktivistin-berta-caceres-in-honduras-ermordet/#comments Sun, 06 Mar 2016 17:39:59 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2016/03/06/indigene-aktivistin-berta-caceres-in-honduras-ermordet/
In der Nacht vom 2. auf den 3. März ist Berta Cáceres, Vorsitzende der indigenen Organisation COPINH, in ihrer Wohnung ermordet worden. Unbekannte Täter drangen gegen ein Uhr morgens gewaltsam in die Wohnung ein und erschossen Cáceres die sich aktuell u.a. gegen das Staudammprojekt Agua Zarca, Desarollos Energéticos S.A. (DESA), mit Siemens-Beteiligung engagiert hat.

Der Mord an Berta Cáceres reiht sich ein in weitere politische Repressionen und Morde in Honduras. Cáceres hatte bereits mehrfach darüber berichtet, dass sie Morddrohungen erhielt und ihr Name auf einer „Todesliste“ geführt wurde.

Ihr Bruder, Gustavo Cáceres, wurde bei dem Mordanschlag ebenfalls schwer verletzt und der mexikanische Umweltaktivist Gustavo Castro Soto durch einen Streifschuss am Kopf verletzt und vermutlich für tot gehalten. Als er später eine Aussage als Zeuge bei der lokalen Polizei machen wollte, wurde er zunächst als Verdächtiger festgesetzt. Inzwischen ist er wieder frei. Lokale Menschenrechtsgruppen fürchten jedoch um sein Leben.

Die COPINH macht in einer Erklärung zum Tod von Berta Cáceres die Firma DESA und ihre internationalen Projektpartner und Geldgeber für den Mord verantwortlich: „Sie sind es, die hinter ihrem physischen Verschwinden stehen, sie alle haben ihre Hände mit Blut befleckt, mit dem Blut von Indigenen, von Lenca, von Kämpferinnen und Kämpfern.“

Berta Cáceres vom Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras – COPINH war eine Sprecherin der Widerstandsbewegungen und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, Frauenrechte und für die Erhaltung der Biodiversität ein. Sie war Gründerin und Koordinatorin verschiedener Netzwerke zum Schutz von Flüssen und gegen Staudammprojekte, von Kampagnen gegen internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank und internationalem Währungsfond. Solidaritätsgruppen in aller Welt protestierten in den letzten Tagen gegen die Ermordung von Berta Cáceres.

Café Libertad Kollektiv und das antirassistische Fanprojekt St. Pauli Roar haben ihre Arbeit in den vergangenen Jahren direkt unterstützt. Im Juni 2012 fand zudem eine Veranstaltung mit dem Titel „Recht auf… Stadt, Land, Fluss“ in der GWA-St. Pauli statt.

Wir sind traurig und wütend über ihre Ermordung und werden in ihrem Sinne indigene Proteste und soziale Bewegungen gegen staatliche Gewalt und die Folgen kapitalistischer Globalisierung weiter unterstützen.

Berta Caceres Vive – La Lucha Sigue!

Mehr Informationen auf
amerika21.de
Café Libertad Kollektiv

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St. Pauli Fans beteiligen sich an Unterstützung für Refugees auf Lesbos http://stpauliroar.blogsport.de/2015/09/17/direkte-solidaritaet-mit-refugees-auf-lesbos/ http://stpauliroar.blogsport.de/2015/09/17/direkte-solidaritaet-mit-refugees-auf-lesbos/#comments Thu, 17 Sep 2015 13:49:12 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2015/09/17/direkte-solidaritaet-mit-refugees-auf-lesbos/ Mit Unterstützung des Burg-Herzberg Festivals 2015 konnten im Rahmen eines Solidaritätsstandes von Café Libertad Kollektiv insgesamt 3000.- Euro an Spenden für Geflüchtete auf Lesbos gesammelt werden. Aktivist*innen auf Lesbos berichten von dramatischen Zuständen. Täglich stranden hunderte Menschen ohne Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung. Die Situation ist dort weiterhin dramatisch. Obwohl viele Bewohner*innen der Insel Spenden sammeln und helfen, sind die Spenden vor Ort kaum ausreichend und schnell auch wieder aufgezehrt. Viele Geflüchtete müssen auf offener Straße oder am Strand schlafen. Vom Solidaritätsprojekt St. Pauli Roar wurden daraufhin weitere 2000.- Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Die insgesamt 5000.- Euro werden für Trinkwasser, Babynahrung und sonstige Lebensmittel, gemeinsame Kochstellen, SIM-Karten für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, Zelte und Fahrgelegenheiten verwendet.

Mehr Informationen von Aktivist*innen auf www.cafe-libertad.de

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11. Juli: Flora Football All Together http://stpauliroar.blogsport.de/2015/06/26/11-juli-flora-football-all-together/ http://stpauliroar.blogsport.de/2015/06/26/11-juli-flora-football-all-together/#comments Fri, 26 Jun 2015 13:55:56 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2015/06/26/11-juli-flora-football-all-together/

Die sommerliche Florabaustelle nehmen wir zum Anlass am 11.07. auf den Kunstrasenplätzen an der Feldstraße verschiedene Menschen, aus unterschiedlichen Projekten zusammen zu bringen und gemeinsam auf einen Platz zum kicken zu bewegen. Es gibt ein Kleinfeldturnier mit 32 Teams unterschiedlichster Coleur. Begleitet wird dies wunderbare sportliche Ereignis durch Mucke vom Band, kühlem Bier und feste Nahrung. Ab 20 Uhr gibt es es zudem ein Solikonzert in den Fanräumen. Da wir keine Start- oder Teilnehmer_innen Gebühr nehmen wollen, wird das Turnier und der daraus resultierende Solibeitrag zur Baustelle ausschließlich durch die Getränke und den Essensverkauf finanziert, kommt also ordentlich durstig und hungrig.

Am Freitag den 10. Juli findet um 19 Uhr zudem eine Anti-Olympische-Talkshow der Kampagne Flora bleibt unverträglich als Auftaktveranstaltung in den Fanräumen statt.

Infos zu Flora Football all Together auf FB hier und hier

Mehr Infos zur Sommerbaustelle: http://florabaut.noblogs.org

Solidaritätskaffee Störtebeker für die Sommerbaustelle
Störtebeker Solikaffee für die Sommerbaustelle in der Roten Flora

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Kommunalismus organisieren – Eine Diskussionsveranstaltung mit Aktivist*innen aus Kreta. http://stpauliroar.blogsport.de/2015/03/30/kommunalismus-organisieren-eine-diskussionsveranstaltung-mit-aktivistinnen-aus-kreta/ http://stpauliroar.blogsport.de/2015/03/30/kommunalismus-organisieren-eine-diskussionsveranstaltung-mit-aktivistinnen-aus-kreta/#comments Mon, 30 Mar 2015 13:26:54 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2015/03/30/kommunalismus-organisieren-eine-diskussionsveranstaltung-mit-aktivistinnen-aus-kreta/ Samstag, 04.04.2015
18:00 Uhr
Achtung: Nochmalige Raumänderung!
Die Veranstaltung findet nun statt im
Cafe Knallhart an der HWP

144 Jahre nach der Pariser Kommune rückt die Idee kommunalistischer Organisierung wieder stärker ins Interesse der Menschen in Europa, Nahost und Lateinamerika. Seit der erfolgreichen Verteidigung Kobanês durch die Volksverteidigungskräfe YPG und YPJ ist die Praxis der Selbstverwaltung der kurdischen Kantone Rojavas mit ihrem Ansatz der Demokratischen Autonomie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Schon seit Jahren praktizieren die zapatistischen Gemeinden der EZLN die autonome Selbstverwaltung im Süden Mexikos nach einem ähnlichen Modell. Viele haben sich schon die Köpfe zerbrochen, wie diese Konzepte in unseren europäischen kapitalistischen Gesellschaften anwendbar sein könnten. Eine direkte Übertragung ist ausgeschlossen.

Im Zuge der griechischen Krise sind in Griechenland viele kollektive Strukturen entstanden, wie z.B. Kooperativen auf ökonomischem Gebiet oder politische Gruppen für Ökologie oder Migrant*innen-Rechte oder Antifa. Eine Gruppe von der Insel Kreta versucht nun regional diese Strukturen über eine Plattform zu verbinden und zu organisieren. Ihr Modell und ihre Erfahrungen und Perspektive bei der Organisierung wollen sie mit interessierten Leuten diskutieren und weiterentwickeln.

Auf der Konferenz „Demokratische Moderne herausfordern 2″ (http://networkaq.net ) nehmen sie am Podium am Samstagvormittag teil. Am Nachmittag wollen sie Raum bieten, darüber weiterzudiskutieren: Ort Uni Hamburg, Gebäude ESA9, gegenüber Audimax, 18:00h

Café Libertad Kollektiv unterstüzt diese Veranstaltung und die Anreise der Referent*innen. Der Raum kann sich evtl. noch ändern, wird dann aber ausgehängt.

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Solidarität mit der Sommerbaustelle der Roten Flora http://stpauliroar.blogsport.de/2015/02/12/solidaritaet-mit-der-sommerbaustelle-der-roten-flora/ http://stpauliroar.blogsport.de/2015/02/12/solidaritaet-mit-der-sommerbaustelle-der-roten-flora/#comments Thu, 12 Feb 2015 15:02:43 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2015/02/12/solidaritaet-mit-der-sommerbaustelle-der-roten-flora/ Im Sommer 2015 wird es eine große Sommerbaustelle mit 50 Wandergesell*innen und anderen Handwerker*innen zur Instandsetzung der besetzten Roten Flora in Hamburg geben. Geplant ist u.a. die Erneuerung des Anbaus, die Sanierung des Vordachs/Balkons, eine Sanierung der Dachanschlüsse und Fassadensanierung. Mit diesem Schritt soll nach der Verhinderung einer drohenden Räumung u.a. durch die Kampagne „Flora bleibt unverträglich“ und eine Großdemo im Dezember 2013 der Kampf für den Erhalt des Gebäudes von der Straße auch auf andere Weise fortgeführt werden. Das Fan- und Stadtteilprojekt St. Pauli Roar hat hierzu 500.- Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Helft mit bei der Durchführung der Sommerbaustelle – Organisiert Soliaktionen für die Verteidigung der Roten Flora – Unterstützt autonome Stadtteilprojekte!

Mehr Informationen:
Infos zur Sommerbaustelle
Flora bleibt unverträglich

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Solistand auf dem FCSP Antira Fan-Turnier 2014 http://stpauliroar.blogsport.de/2014/05/26/solistand-auf-dem-fcsp-antira-fan-turnier-2014/ http://stpauliroar.blogsport.de/2014/05/26/solistand-auf-dem-fcsp-antira-fan-turnier-2014/#comments Mon, 26 May 2014 12:53:13 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2014/05/26/solistand-auf-dem-fcsp-antira-fan-turnier-2014/ Auf dem diesjährigen Antira-Turnier (30.5.-1.6., Millerntor-Stadion) wird es auch wieder einen Stand vom St. Pauli Roar geben, wo ihr Kaffee und Espresso gegen Spende bekommen könnt. Die Erlöse gehen zugunsten antirassistischer Arbeit. 1000.- Euro aus dem Solitopf wurden bereits im Vorfeld ans Antira gespendet. Wir freuen uns auf euch und das Wochenende!

Mehr Infos:
https://www.facebook.com/antirastpauli

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Mordrohungen gegen Gewerkschafter in Honduras http://stpauliroar.blogsport.de/2013/10/01/mordrohungen-gegen-gewerkschafter-in-honduras/ http://stpauliroar.blogsport.de/2013/10/01/mordrohungen-gegen-gewerkschafter-in-honduras/#comments Tue, 01 Oct 2013 09:35:48 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2013/10/01/mordrohungen-gegen-gewerkschafter-in-honduras/
Bewaffnete Angreifer drangen gewaltsam in das Haus von Victor Crespo ein. Der Generalsekretär der Gewerkschaft Sindicato Gremial de Trabajadores del Muelle (SGTM), erhielt eine Reihe von anonymen Morddrohungen seit seine Gewerkschaft, Tarifverhandlungen mit den neuen Betreibern von Puerto Cortes, International Container Terminal Services, Inc verlangte.

Nach dem Angriff brachte die Internationale Transportarbeitergewerkschaft (ITF) Crespo in Sicherheit. Die IAO (Internationale Arbeiterorganisation) und ICTSI sind informiert und alarmiert. Die ITF forderte den Präsidenten dazu auf, Polizeischutz für Crespo zu gewährleisten und den Arbeitnehmer_innen zuzusichern und zu garantieren, dass sie ihr Recht auf Kollektivverhandlungen ausüben können.

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Fansolidarität gegen Repression in Altona, auf dem Taksim-Platz und in Honduras http://stpauliroar.blogsport.de/2013/08/28/fansolidaritaet-gegen-repression-in-altona-auf-dem-taksim-platz-und-in-honduras/ http://stpauliroar.blogsport.de/2013/08/28/fansolidaritaet-gegen-repression-in-altona-auf-dem-taksim-platz-und-in-honduras/#comments Wed, 28 Aug 2013 10:28:04 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2013/08/28/fansolidaritaet-gegen-repression-in-altona-auf-dem-taksim-platz-und-in-honduras/ Das St. Pauli Roar Fanprojekt hat in den letzten Wochen 1150.- Euro an Fördermitteln vergeben. Zusätzlich wurden 1000.- Euro aus einem gemeinsamen Fördertopf mit Cafe Libertad für die Antirepressionsarbeit in Honduras zur Verfügung gestellt.

Gezi Park, Carsi-Fans und Recht auf Stadt

Mit 670.- Euro wurde ein Besuch von zwei Aktivistinnen der Dokumentarfilmgruppe occupygezi aus Istanbul zum Besiktas Spiel am Millerntor ermöglicht. Die Aktivistinnen arbeiten an einer Dokumentation über die Beteiligung von Flüchtlingen und Carsi Fans an den Auseinandersetzungen auf dem Taksim Platz. Im Rahmen des Besuches fanden zudem Interviews und ein Austausch mit solidarischen Initiativen und Gezi Park Fiction auf St. Pauli statt. Ein kleines Video mit der Gruppe und Impressionen vom Spiel findet ihr hier:

Polizeigewalt und Repression in Altona

Nicht nur in den Gefahrengebieten St. Pauli und Schanzenviertel, sondern auch im benachbarten Altona haben rassistische Kontrollen stark zugenommen. An der Holstenstraße in Altona kam es nach Übergriffen der Polizei mehrere Tage in Folge zu Auseinandersetzungen mit Jugendlichen. Von der Presse wurde aus dem netten Stadtteil in Altona-Altstadt ein großstädtisches Problemviertel gezeichnet und die Jugendlichen dort pauschalisierend als »Straftäter« vorverurteilt. Dreihundert Anwohner_innen wehrten sich auf einer Stadtteilversammlung gegen die Medienhetze und zunehmende Repression. Sie verfassten eine gemeinsame Erklärung als Gegendarstellung, veranstalteten ein Nachbarschaftsfest und eine Demonstration gegen Polizeigewalt, die vor allem von den Betroffen selbst organisiert wurde. St. Pauli Roar unterstützt dieses gelungene Beispiel für Protestkultur und politische Vernetzung im Stadtteil mit Fördermitteln in Höhe von 480.- Euro.

Indigener Widerstand in Honduras

Von Repression und Protesten zu berichten gibt es auch aus Honduras, wo Partnerkooperativen und kleinbäuerliche Organisationen den Roh-Kaffee für den St. Pauli Roar produzieren. Alle die denken, dass Besetzungen ein rein urbanes Phänomen sind täuschen sich. Mehr als 2500 Kleinbäuerinnen und -bauern erwarten in Honduras derzeit ein Verfahren wegen Landbesetzungen. Bei Protesten gegen einen Staudamm von Energiekonzernen in Gemeindeland, wurde vor kurzem ein Sprecher der indigenen Vereinigung COPINH von Militärs erschossen und sein 15 jähriger Sohn schwer verletzt. In Honduras herrscht im Vorfeld der von der Demokratiebewegung erkämpften Wahlen zunehmende Repression der bestehenden putschistischen Junta gegen opositionelle und außerparlamentarische Bewegungen.

Eine der bekanntesten Aktivist_innen aus dem Leitungsrat der COPINH, Berta Caceres wurde mit anderen Aktivist_innen vor kurzem vorübergehend inhaftiert und ist von einem Strafprozess als international bekannte Stimme der indigenen Bewegung bedroht. Bertha war im Rahmen einer Veranstaltung von St. Pauli Fans und anderen Gruppen im Juli 2012 in Hamburg und berichtete über Hintergründe der jetzigen Auseinandersetzungen.

Aus dem gemeinsamen Honduras-Fördertopf von Cafe Libertad Kollektiv und St. Pauli Roar wurde Berta Caceres mit einer Soforthilfe von 1000.- Euro für Anwaltskosten und die Solidaritätsarbeit unterstützt. Am 5. Dezember findet voraussichtlich am Millerntor eine inhaltliche Veranstaltung zur aktuellen Situation in Honduras mit einer Aktivistin der internationalen Beobachterkommission statt.

United we stand!

Alle diese Gelder stammen aus den Soliaufschlägen des St. Pauli Roar Espresso. Wir bedanken uns bei den St. Pauli Fans, befreundeten Fangruppierungen, Recht auf Stadt Aktiven und allen anderen die das Roar Projekt unterstützen und diese Fördermittel möglich gemacht haben. Sprecht uns bei Fragen, Ideen oder sonstigem Interesse am Projekt gerne an.

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Zapatismus und Recht auf Stadt: That’s the way we like it! http://stpauliroar.blogsport.de/2013/07/30/zapatismus-und-recht-auf-stadt-thats-the-way-we-like-it/ http://stpauliroar.blogsport.de/2013/07/30/zapatismus-und-recht-auf-stadt-thats-the-way-we-like-it/#comments Tue, 30 Jul 2013 09:09:10 +0000 Administrator Allgemein http://stpauliroar.blogsport.de/2013/07/30/zapatismus-und-recht-auf-stadt-thats-the-way-we-like-it/

Seit dem Wochenende gibt es ein Wandbild des Fanprojektes St. Pauli Roar in der Gegengrade am Millerntor. Mit dem Roar Logo und Motto »para el barrio en resistencia « (Für das Viertel im Widerstand) soll die Verbundenheit zum Stadtteil und sozialen Bewegungen für Recht auf Stadt ausgedrückt werden. »Hier leben wir nicht nur Support und Fußball, hier sprechen wir auch über Aufwertung und Gentrifizierung auf St. Pauli von hier mischen wir uns ein, wenn es gegen Zwangsräumungen von Mieter_innen geht, von hier gehen wir los, um gegen die Vertreibung von Wohnungslosen an der Kersten Miles Brücke oder den Abriss der Esso-Häuser zu demonstrieren.«

Als Ausdruck unserer Solidarität mit den aufständischen, indigenen Gemeinden in Chiapas/Mexiko und als Beispiel für vereinsübergreifende Soidaritätsarbeit von Fans wurde ausserdem das Motiv eines zapatistischen Fallrückziehers mit dem Schriftzug „A la Libertad por el Futbol“ (Für die Freiheit durch den Fußball) übernommen.

Das Orginal stammt vom Graffiti Künstler Banksy, welcher bei einem Besuch der zapatistischen Gemeinden auch an Wandbildern in Chiapas arbeitete. Viele werden es auch wiedererkennen vom Casa Rebelde Banner im St. Pauli Forum, der ein oder andere als Roar Soli-T-Shirt.

Bekannt wurde es jedoch durch die »Initiative El Estadio del Bae« die von den Ultra Gruppen Venezia Mestre, Pisa und Ancona ins Leben gerufen wurde mit dem Ziel, ein Stadion in Chiapas zu bauen. Für sportliche Zwecke, aber auch für Märkte, Versammlungen, Feste und Treffen der autonomen Verwaltung. Viele »Kurven« sammelten mit Aktionen, Partys und Konzerten für das Stadion, neben 40 italienischen Fanclubs auch Fans aus Innsbruck, Wien, Bordeaux, Düsseldorf, vom FC St. Pauli und Manchester. In Italien wurden Schals in den verschiedensten Vereinsfarben mit dem verbindenden Emblem von »El estadio del Bae« verkauft, dem Motiv von Banksy, welches nun auch in der Gegengrade an diese Faninitiative erinnert.

Die Idee des Stadions in Chiapas entstand in einer linken Ultra-Gruppe, in der Francesco Romor, genannt »Bae« aktiv war. Dieser starb am 13. Februar 2001. Im Buch Futbolistas schreibt Dario Azzellini: »Er sprach in der »Kurve« immer am meisten von den Zapatistas, er hatte alle Initiativen im Stadion gegen den Krieg und gegen Rassismus mitgemacht und war an den sozialen Kämpfen in der Stadt beteiligt gewesen. […] Einen Monat später hätte er mit weiteren Ultras nach Mexiko fliegen sollen und auch die zapatistischen Gebiete besuchen. Doch weil Freundschaft und Solidarität unter Ultras wirklich groß geschrieben werden, beschlossen seine Freunde, Bae trotzdem nach Chiapas »zu bringen« und es entstand das Projekt »El estadio del Bae«.

Zwischenzeitlich waren 40 Fangruppen aus ganz Europa beteiligt. Schließlich wurde mit der zapatistischen Gemeinde Guadalupe Tepeyac ein Partner gefunden. Nachdem dort 7.000 stationierte Soldaten abzogen, begann die Bevölkerung wieder zurückzukehren. Ein Kollektiv des Polytechnischen Instituts in Mexiko Stadt übernahm die Bauzeichnungen während in Italien Geld gesammelt wurde. Nach weiteren Diskussionen mit der Gemeinde begann die Arbeit der Baubrigaden. Doch nicht am Stadion. Zunächst wurden eine Schreinerei und eine Mechanikwerkstatt errichtet, die Latrinen ausgebessert und eine Wasserleitung zum Dorf verlegt. Die italienische Seite vom Estadio musste lernen, dass das ursprüngliche Projekt eher ihrer Selbstverwirklichung als den Bedürfnissen der Gemeinden entsprach.

So wurde ein Speisesaal gebaut, ein Herbolarium für Naturmedizin und ein »Konservierungshaus« für die Haltbarkeit von Lebensmittel. Ein Wasserprojekt wurde an das zapatistische Projekt »Wasser für alle« angekoppelt. Über Besuche sind auch neue Projekte entstanden, die z.B. der Unterstützung von Mikrokliniken und einem zapatistischen Krankenhaus dienten.

Doch auch zwei Fußballfelder wurden irgendwann tatsächlich ausgebessert und das in Guadelupe Tepeyac bekam sogar eine Holztribüne. Zur Eröffnung eines internationalen Fanturnieres in Chiapas erklärte das Estadio-Komitees : »Am Anfang haben wir uns euch angenähert mit der Vorstellung, Francesco mit dem Bau eines Fußballplatzes zu gedenken, aber indem wir mit euch allen gesprochen haben, haben wir andere Notwendigkeiten verstanden und diesen haben wir uns verpflichtet … die Hilfe, die wir gegeben haben, ist wenig im Vergleich zu dem was wir bekommen haben. Wir haben die Lust zu träumen wiedergefunden. Und mit uns viele andere, sehr viele. Fans, die die romantische Seite des Fußballs wiederentdeckt haben. Jugendliche, die ihre Augen zur Welt geöffnet haben.«

Mehr über das Estadio del Bae könnt ihr im lesenswerten Buch von Assoziation A nachlesen, aus dem auch wir zitiert haben:
Futbolistas: Fussball und Lateinamerika:
Hoffnungen und Helden, Politik und Kommerz
von Dario Azzellini und Stefan Thimmel

Oder Online bei http://www.oeku-buero.de/info-blatt-76/articles/zapatismus-fussball-und-rebellion.html

Mehr zum Zapatismus findet ihr auf:
http://www.cafe-libertad.de
http://www.chiapas.eu
http://www.chiapas.ch

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